Dr. Stephanie Baur

Ménière Center Frankfurt am Main

Goethestrasse 23
60313 Frankfurt am Main

Für wen eignet sich die Therapie

Die Labyrinthanästhesie (LA) eignet sich für Patienten, die an Morbus Meniere leiden. Hier insbesondere die Patientengruppe die unter den Schwindelattacken leidet, die oft Wochen und Monate gehäuft auftreten, mitunter bis zu mehrmals wöchentlich.
Die Erfahrung zeigt, dass diese extremen Anfallsphasen durch den Eingriff beendet werden können oder zumindest eine meist deutliche Abschwächung erreicht werden kann. Etwa 85 % fallen in diese Gruppe. Es soll nicht verschwiegen werden, dass bei etwa 15% der Patienten leider kein positiver Effekt zu beobachten ist.
Oft zeigt sich die Wirkung direkt nach der LA durch eine komplette Beschwerdefreiheit. Meist kommt es aber über einige Wochen (ca.1-4) zu einem "Ausklingen", so dass durchaus nochmals einige Anfälle auftreten können. Fast alle Patienten in dieser Gruppe stellen diese Verbesserung aber nach oft monatelangem schwerem Verlauf in direkter Folge des Eingriffs fest, so dass nicht von einem zufälligen, verlaufsbedingten Ausklingen der aktiven Meniere Phase auszugehen ist.
Im Falle eines auf vermindertem Maß weiterbestehenden Beschwerdebildes oder auch eines Nichtansprechens hat sich eine etwa 3 Monate später durchgeführte erneute Behandlung in hohem Maße als erfolgreich erwiesen.

Die LA kann in jedem Stadium der Erkrankung durchgeführt werden, also bei Patienten, die noch ein normales Gehör aufweisen, als auch solchen, die bereits unter hochgradiger, irreversibler Schwerhörigkeit leiden.
Auch Patienten, die verschiedene, auch operative Vorbehandlungen durchlaufen haben wie beispielsweise Cortisoninjektionen oder Saccotomien, eignen sich.
Bei beidseitigem Befall eignet sich die Behandlung besonders, da sie ohne negative Auswirkungen auf das Gehör in Form der Gefahr weiterer Hörabnahme durchgeführt werden kann. Eine gleichzeitige Behandlung beider Ohren ist problemlos möglich, und wird bei entsprechender Befundlage angeraten.
Internistische oder sonstige Erkrankungen stellen kein Hindernis dar, Blutgerinnungsstörungen oder die Einnahme von "blutverdünnenden" Medikamenten stellen kein Hindernis dar. Da es zu leichten Einblutungen in den Gehörgang oder das Mittelohr kommen kann, empfehlen wir, wenn möglich, entsprechende Medikamente nach ärztlicher Rücksprache vor der LA zu pausieren. Grundsätzlich kann der Eingriff aber auch unter laufender Behandlung erfolgen. Dies gilt es im Einzelnen zu besprechen.